Im Bieterkampf um den US-Fertiggerichthersteller Hillshire Brands hat der größte Fleischhändler Tyson Foods sein Angebot erhöht. Man habe ein verbindliches Offert im Wert von 8,55 Mrd. Dollar (6,3 Mrd. Euro) vorgelegt, teilte Tysonzu Beginn dieser Woche mit. Das entspricht einem Preis von 63 Dollar je Aktie und einem Aufschlag von fast sieben Prozent gegenüber dem Hillshire-Schlusskurs vom Freitag. Zudem hat der Bieter-Konkurrent Pilgrim’s Pride, der sein Angebot in der vergangenen Woche noch auf 7,7 Mrd. Dollar erhöhte, seinen Rückzug aus dem Übernahmekampf erklärt. Auch wenn damit offiziell noch nichts entschieden ist, dürfte Tyson Foods das Bieterrennen wohl für sich entschieden haben. Der Verwaltungsrat von Hillshire erklärte, er habe dem Übernahmeangebot von Tyson nicht zugestimmt und gebe auch keine Empfehlung dazu ab.
Medienberichten zufolge will der US-Fleischriese Tyson Foods so das eigene Geschäft mit Markenprodukten wie etwa Hot Dogs ausbauen. Auch das Frühstücksgeschäft dürfte Tyson Foods mit Hilfe der Hillshire-Brands-Würstchen dadurch verstärkt in sein Angriff nehmen. Gemeinsam würden beide Unternehmen jährlich 39,4 Milliarden Dollar und einen Gewinn in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar erwirtschaften. Die Aktionäre von Hillshire Brands konnten sich allerdings bereits freuen. Das Papier gewannen am Montag, 9.6., im frühen Handel 4,82 Prozent auf 61,76 Dollar. Negativ reagierten dagegen die Aktien von Tyson Foods. Sie verloren 2,57 Prozent auf 39,09 Dollar. (Red./APA/Proplanta)